PridePilot
Unsere Mission
Ich bin Florian, Gründer von PridePilot, Vater von zwei Kindern, Ende 30, verheiratet. Soweit nichts Ungewöhnliches.
Besonders wird es für manche, weil ich mit einem Mann verheiratet bin und unsere Kinder über den Weg der Leihmutterschaft geboren wurden. Was für andere besonders ist, ist für uns der ganz normale Alltag als Familie. Mit manchmal angespanntem Nervenkostüm, kurzer Zündschnur und Schlafmangel. Aber ebenso mit ganz vielen wunderschönen Momenten und ganz viel Liebe, die uns die Kinder (noch – warten wir mal die Pubertät ab) schenken.
Und genau für diese Momente und diese Liebe sind wir extrem dankbar. Auf der einen Seite dankbar für die Situation an sich und unsere Kinder und ebenso für die vielen tollen Menschen, die uns diesen Weg der Familiengründung ermöglicht haben.
Die Ärzt:innen, die Jurist:innen, andere Väter, die durch Leihmutterschaft Eltern geworden sind – ganz besonders Tobi und Dennis –, unsere Eizellspenderin und unsere wunderbare Leihmutter. Und für all jene, die diese Rechte für uns erkämpft haben – Menschen, deren Namen wir meist nicht kennen.
Das ist ein Geschenk. Und ich möchte etwas zurückgeben.
Diese Geschichte gehört nicht nur mir.
Viele von uns sind so aufgewachsen: in einer Welt, die ein bisschen besser war als die davor, weil jemand anderes dafür gesorgt hat. Wir haben Beratungsstellen, queere Netzwerke und sichere Räume genutzt. Wir haben uns gefunden, weil es Orte gab, an denen das möglich war.
Und jetzt sehen wir, wie fragil das alles ist. Politische Mehrheiten verschieben sich, Förderungen werden gestrichen und Beratungsstellen schließen.
Wir, die mit beiden Beinen im Leben stehen, im Umfeld geoutet sind und in stabilen sozialen Netzwerken leben, sind vergleichsweise wenig auf diese Infrastruktur angewiesen. Sorgen mache ich mir um Menschen, die gerade erst beginnen, sich selbst zu verstehen, sich selbst zu akzeptieren und zu lieben. Sie verlieren die Anlaufstellen, die sie brauchen.
Das dürfen wir nicht einfach hinnehmen.
Aber was kann ich tun? Was können wir tun?
Die Antwort auf diese Frage beginnt für mich mit einer Bestandsaufnahme. Was kann ich gut und was können andere besser? Beruflich bin ich seit über 15 Jahren Finanzberater – mit Leib und Seele im Sinne meiner Kund:innen, ungebunden von Produktanbietern. Doch wie hilft uns das im gerade beschriebenen Kontext weiter?
Auf der einen Seite steht die Beratung meiner Kund:innen: Ich kenne die Feinheiten queerer Lebensrealitäten aus dem eigenen Alltag. Was es bedeutet, als gleichgeschlechtliches Paar Immobilien zu finanzieren oder welche Besonderheiten bei Erbschaft und Vorsorge für Regenbogenfamilien gelten. Welche Fragen Ärzt:innen, Anwält:innen und Banken oft nicht stellen – und die für mich selbstverständlich sind.
Auf der anderen Seite spreche ich mit vielen Kund:innen über eine Frage, die viele queere Menschen ohne Kinder umtreibt, auch wenn sie selten laut ausgesprochen wird: Was mache ich mit meinem Vermögen, wenn ich nicht mehr da bin? Neffen und Nichten reich machen – die nur 20.000 € steuerfrei erben dürfen, während leiblichen Kindern 400.000 € zustehen? Und auf alles darüber Erbschaftssteuer an einen Staat abführen, der uns das Leben schwerer macht? Der Förderprogramme streicht, Beratungsstellen schließen lässt und queere Jugendliche im Regen stehen lässt?
Für viele ist das ein schwer erträglicher Gedanke. Und eine offene Baustelle.
Daraus ist PridePilot entstanden. Eine Finanzberatung, die versteht, wer du bist. Ergänzt um starke queere Netzwerke – juristisch, medizinisch, sozial – und eine Generationenberatung, die wirklich zu deiner Lebensrealität passt.
Und es ist mehr als das. Denn von jeder Beratung fließt künftig ein Teil dorthin zurück, wo es gebraucht wird: in eine Stiftung, die queere Projekte tragen wird. So wird aus guter Beratung etwas Größeres – etwas, das keiner von uns alleine schaffen könnte.
Was möglich ist, wenn wir jetzt gemeinsam handeln.
Und dabei möchte ich nicht warten, bis Kund:innen verstorben sind und wir Erbschaften in einer Stiftung verwalten. Das dauert hoffentlich noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. Das Problem besteht jetzt und die Zeit drängt. Beratungsstellen schließen heute. Jugendliche brauchen Hilfe heute.
Queere Beratungsstellen, die seit Jahren Leben retten, hängen an Förderbescheiden, die jedes Jahr neu beantragt werden müssen. Queere Zentren kämpfen um ihre Mietverträge und Schulen, die Aufklärungsarbeit leisten wollen, finden keine Unterstützung. Jugendliche in der Findungsphase erreichen Krisentelefone, die unterbesetzt sind oder gar nicht mehr existieren.
Das sind keine Befürchtungen – die Entwicklung läuft seit Jahren: Berlins Haushaltsentwurf 2024/2025 sah drastische Kürzungen queerer Bildungs- und Beratungsprojekte vor (Parität Berlin, 2023). Der Bund sah im Haushalt 2024 eine Kürzung des Kinder- und Jugendplans um rund 18 % vor – des zentralen Förderinstruments der Jugendarbeit, von dem auch queere Projekte abhängen (Deutscher Bundesjugendring, 2023). In Sachsen wurden für 2026 70 von 91 Integrationsprojekten gestrichen – darunter alle Beratungsstellen für queere Geflüchtete (RosaLinde Leipzig, 2025).
Das ist kein Versagen einzelner Menschen, sondern ein strukturelles Problem. Und strukturelle Probleme brauchen strukturelle Lösungen.
Stell dir vor, was möglich wäre, wenn Tausende von uns 1 bis 3 Prozent ihres Einkommens in einen gemeinsamen Topf geben. Keine Almosen, sondern eine Investition in unsere eigene Zukunft. Beratungsstellen, die dauerhaft finanziert sind. Queere Zentren mit langfristigen Mietverträgen. Suizidprävention, die nicht vom nächsten Haushalt abhängt. Aufklärung an Schulen, die niemand mehr wegstreichen kann.
Kein politischer Haushalt. Keine Konjunktur. Kein Wohlwollen einer Mehrheit, die sich morgen ändern kann.
Das Ziel von PridePilot ist dabei bewusst zweigleisig: eine Finanzberatung zu schaffen, die bereits für sich genommen echten Mehrwert liefert – und gleichzeitig, Beratung für Beratung, eine Stiftung aufzubauen, die unserer Community dauerhafte Unabhängigkeit gibt. Von staatlicher Förderung, von Haushaltsdebatten, von politischen Mehrheiten.
Stark von innen. Dauerhaft. Für uns alle.
Mach mit.
Es gibt viele Wege, Teil davon zu sein – such dir den aus, der zu dir passt:
Als Kund:IN
Lass uns gemeinsam deine finanzielle Zukunft gestalten. Beratung, die deine Lebensrealität kennt – und bei der jeder Abschluss direkt in die Stiftung einzahlt. Dein und unser Beitrag zugleich.
Als Berater:IN
Du willst beruflich erfolgreich sein und dabei wirklich etwas bewegen? Bei PridePilot bist du nicht nur akzeptiert – du wirst gefeiert. Und du verfolgst eine Mission, die größer ist als der nächste Abschluss.
Als Unterstützer:in
Kein Beratungsbedarf, aber trotzdem dabei sein? Zustiftungen und Spenden an unsere Stiftung sind jederzeit möglich – und jeder Beitrag zählt.
Durch weiterempfehlung
Kennst du jemanden, dem PridePilot helfen könnte oder der/die uns helfen kann die Stiftung größer zu machen? Teile diese Seite. Manchmal ist das der wichtigste Schritt.
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